#WorkFromHome Stories

Wie erleben unsere Mitarbeiter diese Zeit, welche Strategien helfen und gibt es auch Positives zu berichten?

Ich erwarte nichts vom Team, das ich nicht selbst auch mache
Remo Suter
Head of Service Management

Bei Remo Suter ist ganz schön viel los. Mit seiner Frau, vier Kindern und einem jungen Hund wohnt er etwas abseits von der Grossstadt Basel. #WorkFromHome mit Remo.

Remo, wie bringst du das alles unter einen Hut?
(lacht) Das ist nicht immer einfach. Die Arbeitstage sind länger, weil ich mehr Unterbrüche habe. Ich versuche, mir für die Familie auch tagsüber Zeit zu nehmen, wenn etwas Wichtiges ansteht. Aber wenn ich zu 100% ungestört sein möchte, weil ich ein virtuelles Meeting habe oder einen Anruf tätige, dann kündige ich dies an, damit alle Bescheid wissen. Das funktioniert sehr gut.

Was hat sich für dich und dein Team verändert?
Dass wir uns nicht mehr im Büro begegnen, spontan Kaffeepausen machen und dabei "herumwitzeln". Unsere Arbeit macht uns Spass und das merkt man auch in den Pausen. Das fehlt ein bisschen. Der persönliche Touch in der physischen Begegnung. Derzeit können wir unsere Pausen ja nur virtuell abhalten. Arbeitstechnisch gesehen hat sich nicht viel verändert. Wir waren schon vor der Corona-Krise gut aufgestellt und konnten von zuhause arbeiten, was auch viele aus meinem Team nutzten. Aber ob freiwillig ein bis zwei Tag pro Woche im Home-Office oder per Gesetz die ganze Zeit - das ist schon ein Unterschied. Dennoch: Durch die Freiheit meiner Mitarbeiter, seit jeher im Home-Office arbeiten zu dürfen, hat uns die unvorhergesehene Veränderung nicht so kalt erwischt. Wir konnten vom ersten Tag an produktiv weiterarbeiten, denn sie sind es gewohnt, selbständig und eigenverantwortlich zu handeln und Kundenprojekte auch remote umzusetzen. Alles in allem finde ich es echt cool, wie schnell sich mein Team auf die neue Situation eingestellt hat, motiviert ist und effizient arbeitet.

Virtuelle Kaffeepausen?
Ja. Der Vorschlag kam aus dem Team. Zweimal pro Woche "treffen" wir uns via Teams zu virtuellen Kaffeepausen. Die Teilnahme ist freiwillig und zwangslos. Was mir aufgefallen ist: Die Lust am Ausprobieren neuer Tools und Funktionen ist grösser geworden in dieser Situation. Zudem bin ich nicht mehr auf freie Sitzungszimmer im Office angewiesen. Hat auch etwas Positives.

Fällt dir nie die Decke auf den Kopf?
Da ich auf dem Lande wohne und einen grossen Garten habe, kann ich mal eine Runde spazieren gehen und im Freien frische Luft tanken. Das Privileg hat nicht jeder. Wer in einer Wohnung sitzt und auch auf seine Hobbies wie Klettern, Fitness Training und anderes verzichten muss, hat es sicher schwerer. Ich habe immer ein offenes Ohr für meine Mitarbeiter und versuche sie abzuholen, damit Ihnen die Decke nicht auf den Kopf fällt.

Und eine positive Meldung?
Aufgrund des Virus kam ein Kunde von uns in die Situation, dass er ad hoc ein neues "Service-System" aufbauen musste, um Tausende von Anfragen strukturiert bearbeiten zu können. Innert weniger Tage – Wochenende inklusive – konnten wir ihm eine massgeschneiderte Lösung zur Verfügung stellen. Dieses Projekt hat mir bestätigt, dass wir gut aufgestellt sind, ein super Team an Bord haben und alle bereit sind, Extrameilen zu gehen.


Selbstdisziplin bei der Arbeit von zuhause aus bin ich gewohnt und ich konnte sogar meine "Work Life Balance" verbessern.
Sascha Bosshard
Consultant

Ein pechschwarzer Panther und ein kleiner Tiger schleichen um die Beine von Sascha. Er sitzt hochkonzentriert vor seinen Bildschirmen und arbeitet remote an einem Kundenprojekt. Seine Arbeit von zuhause aus fällt ihm rein technisch gesehen leicht. Er verbringt seit dem Onboarding bei Ontrex jede Woche ein, zwei Tag im Home-Office. Nun aber ist Home-Office Pflicht und die Wohnung, die er sich mit seiner Partnerin und den beiden Vierbeinern teilt, ist der einzige Aufenthaltsort für alle Aktivitäten.

Sascha, wie geht es dir?
Ich fühle mich ganz ok. Selbstdisziplin bei der Arbeit von zuhause aus bin ich gewohnt und ich konnte sogar meine "Work Life Balance" verbessern. Zwar nicht in der Form von Ausgehen und der Ausübung meiner eigentlichen Hobbies, sondern, weil der Arbeitsweg wegfällt und ich mir jeden Tag sehr flexibel gestalten kann. Ich versuche einfach, das Beste aus der Situation zu machen.

Coole Einstellung. Was ist sonst so dein Eindruck?
Meines Erachtens haben wir einen grossen Schritt zu noch mehr Flexibilität und auf dem Weg zur Digitalisierung erreicht. Es fällt uns und unseren Kunden nach einer ersten, kurzen Anlaufzeit viel leichter, bisher persönlich abgehaltene Meetings durch virtuelle zu ersetzen und moderne Medien und Tools zu nutzen. Die Online-Sitzungen sind sehr effizient und Beschlüsse werden wie bei physischen Treffen schriftlich festgehalten und dokumentiert. Allgemein arbeitet das ganze Team auf einem hohen Leistungsniveau und ist sehr anpassungsfähig. Das bestätigen uns auch unsere Kunden und ist für mich ein schönes Kompliment und ein weiterer Motivator. Was mir und sicher vielen anderen fehlt, ist der soziale Aspekt. Also spontaner Austausch beim Zusammenkommen im Büro oder beim Kunden vor Ort.

Mir scheint, dein Home-Office ist ein "Place of Pleasure"
Ja. Ich arbeite gerne von zuhause aus. Ich habe auch ein bisschen Luxus, da ich ein dediziertes Büro als eigenen Raum für mich alleine habe und mit einer guten Infrastruktur ausgestattet bin. Ich kann mir gut vorstellen, auch weiterhin des Öfteren von zuhause aus zu arbeiten. Wobei ich natürlich bei Ontrex immer die Möglichkeit habe, ins Büro zu gehen und das Team zu treffen. Mit diesem Wissen im Hinterkopf fällt das einfacher, denke ich. Und….. ich habe einen Vorgesetzten, der sich wirklich um uns kümmert, in unserer Arbeit stärkt und uns vertraut, was für mich auch nicht selbstverständlich ist und ich sehr schätze.

Wir organisierst du deinen Tag?
Von früh bis spät (lacht). Ich stehe auf, wie wenn ich ins Büro gehen würde und versuche mich, an eine geregelte Tagesstruktur zu halten. Ich habe keinen 9to5 Job und arbeite einfach so lange, bis das, was wichtig ist, erledigt ist. Dabei ist es mir auch egal, wenn es am Abend mal später wird. Diese freie Arbeitseinteilung ist für mich sehr wertvoll.

Apropos Pausen: Du bist ja unser "Kaffee Junkie"…
…erwischt! Und ich muss eingestehen, der Kaffeekonsum im Home-Office ist definitiv höher als im Büro. Die Kaffeemaschine ist so nahe an meinem Arbeitsplatz und lacht mich ständig an. Da kann ich schlecht widerstehen.

Abgesehen von der Kaffeemaschine. Hast du einen Tipp für andere?
Ich kann nur empfehlen das "paperless office" ernst zu nehmen und was möglich ist zu digitalisieren. Es ist nicht nur umweltfreundlich, sondern auch sehr effektiv, gerade bei wechselnden Einsatzorten oder Jobs mit hohem Reiseanteil. Ich habe mir diese Arbeitsweise bereits vor einigen Jahren angewöhnt und für mich brachte das bis heute, gerade auch in der aktuellen Situation mit dem Lockdown, ausschliesslich Vorteile mit sich. So kann ich sicher und schnell von jedem Device aus auf digitalisierte Informationen zugreifen, schleppe nichts mit mir herum, kann nichts verlieren / verlegen, kann mit verschiedenen Personen auf Dokumenten zusammenarbeiten, habe immer die aktuellste Version und so weiter und so fort.


So nach vier Wochen Isolation wär’s schön, wieder mal unter die Leute zu kommen und Projekte beim Kunden vor Ort umzusetzen
Gero Stautmeister
Head of Security & Compliance

Gero Stautmeister ist unser ruhiger und überlegter Security & Compliance Verantwortlicher für uns intern wie auch für unsere Kunden. Er behält auch in kritischen Situationen einen kühlen Kopf und handelt schnell, lösungs- und detailorientiert. Auch von zuhause aus, in seiner kleinen Büro-Oase.

Gero, Sicherheit & gute Performance sind sehr wichtig, wenn so viele Mitarbeiter von zuhause aus arbeiten. Da stand auch für dich einiges an, oder?
Ja. Zum Beispiel haben wir ein geplantes VPN/Firewall Projekt vorgezogen und sofort umgesetzt, damit die Leute sicher und mit einer guten Performance auch vom Home-Office aus arbeiten können. Viele Mitarbeiter, vor allem unsere Paketierer, arbeiten permanent remote auf unseren Servern. Damit unsere Kunden vom gewohnten und vor allem schnellen Service und höchster Sicherheit auch in dieser Krisenzeit profitieren, darf es weder Engpässe noch Sicherheitslücken geben. Deshalb die Projektumsetzung gleich zu Beginn der "Krise". Während dieser Phase waren schon ein paar lange Arbeitstage dabei. Doch sie waren kurzweilig, interessant und brachten gute Resultate.

Inwiefern?
Zum Beispiel schlankere Prozesse, tiefere Kosten und eine noch höhere Zuverlässigkeit. Zudem konnten wir, ausser einem kurzen Zeitfenster während der Umsetzungsphase am Karfreitag, unterbrechungsfrei arbeiten und haben sogar ein Kundenprojekt im Bereich Managed Services gewonnen. Konzept, Demo, Präsentationen und Umsetzungsplan – alles konnten wir in einer guten Qualität remote vorstellen und sind jetzt bereits in der Umsetzungsphase.

Kannst du dir vorstellen, nur noch im Home-Office zu arbeiten?
Ganz ohne persönlichen Kontakt zum Team? Definitiv nein. Eher eine Mischform. Home-Office, wenn gewünscht, kombiniert mit einem "Team Jour fixe" im Büro. Das kann ich mir gut vorstellen. Ich arbeite hier zuhause sehr effizient. Vielleicht wäre es anders, wenn die Kinder noch klein wären und ihrer Energie freien Lauf lassen würden. Meine Jungs sind aus diesem Alter raus und mit ihnen und meiner Frau auch das Mittagessen einzunehmen, geniesse ich schon. Zudem kann ich mich am Abend mal früher auf’s Fahrrad schwingen, da ich keinen Arbeitsweg mehr habe.

Ok, du kriegst im Büro einen neuen Stuhl mit Fahrradsattel :-) ...
...Das wäre mal was anderes und würde mich überraschen, so wie mich positiv überrascht hat, wie schnell die virtuelle Zusammenarbeit und Kommunikation funktioniert und dass einige sogar selbst Geld in die Hand genommen haben, um beispielsweise eine bessere Webcam zu kaufen. Im Grossen und Ganzen bin ich überzeugt, dass sich diese Art der Zusammenarbeit in Zukunft etablieren wird, denn es zeichnen sich einige Vorteile ab. Weniger Kosten, weniger Stau auf den Strassen, mehr Flexibilität und im Endeffekt auch zufriedenere Mitarbeiter, was einen direkten und positiven Einfluss auf die Kunden hat. Zumindest in unserer Branche ist das möglich. Aber eben. Ganz ohne physischen Kontakt zu meinem Team und anderen Ontrexler würde etwas Elementares fehlen.


Obwohl bei Ontrex rund 90% der Mitarbeitenden aus dem Homeoffice arbeiten, wird auch für die verbleibenden 10% im Büro gesorgt. Ausreichend social distancing ist mit der Unterbelegung im Büro kein Problem und auch Desinfektion und Masken stehen zur Verfügung.